Während ich diese Zeilen tippe, bewegen sich die Temperaturen draußen nur wenig um den Nullpunkt herum. Der Niederschlag wechselt von Schnee zu Regen zu Graupel, und sogar ein Gewitter gab es vorhin… Da beschäftige ich mich doch gerne mit einer kleinen Ausfahrt von letztem November.
November
Ich fahre mit Saisonkennzeichen von März bis November. Es gab auch schon die eine oder andere Saison, in der ich im November keinen einzigen Tourkilometer gefahren bin, das fühlte sich dann immer wie »verschenkt« an. Deswegen freut es mich, wenn im November noch die eine oder andere kleine Ausfahrt möglich wird - so wie letztes Jahr.
Der 1.11. war ein Samstag und das Wetter war an diesem Tag vielversprechend - nachmittags sollten die Temperaturen auf bis zu 17 Grad klettern. Also: Rein in die Motorradkleidung, Helm geschnappt und ab zur Bolt! Ca. 160 Kilometer habe ich mir für diesen Tag vorgenommen, ich sollte also in 3 - 4 Stunden wieder zu Hause sein. Um kurz nach elf startete ich den Motor der Bolt und fuhr nördlich am Ebersberger Forst vorbei Richtung Osten.



Unfall
Hinter Forstinning kam mir ein Fahrzeug der Feuerwehr entgegen, kurz darauf passierte ich einen Unfall. Ein Fahrzeug war frontal gegen einen Baum am Straßenrand gefahren, das Auto war total zerstört. Es standen noch einige Einsatzkräfte am Unfallort, Rettungsdienst bzw. Sanitäter konnte ich nicht sehen. Wie ich später las, starb hier einige Stunden zuvor leider eine ältere Person.

Farben, Farben, Farben!
Doch weiter mit positiven Dingen. Der Herbst entfaltete seine schönste Seite, die Natur leuchtete in tollen Farben. Mein Weg führte mich weiter Richtung Osten, durch Pastetten und Buch am Buchrain nach Isen.


Blick zurück auf Isen
Ich verließ Isen in östlicher Richtung, ein paar hundert Meter nach dem Ortsende hielt ich an und machte ein paar Fotos. Von hier aus fuhr ich weiter durch goldgelb gefärbte Wälder, Laub sammelte sich am Straßenrand.



Zum Inn bei Gars
Vorbei an Sankt Wolfgang näherte ich mich langsam dem Inn. Zwischen der B12 und Gars am Inn, bei Berg, offenbarte sich wie immer ein sensationeller Blick über den Inn hinweg Richtung Alpen, der leicht bedeckte Himmel tat sein übriges zur tollen Stimmung. Den Inn überquerte ich in Gars, direkt hinter der Brücke hielt ich für einen Schluck Wasser (aus meiner Trinkfalsche, nicht dem Inn) an und knipste gleich noch ein paar Bilder.


Pause im Wald
Ich änderte die Fahrtrichtung, von nun an ging es grob Richtung Süden. Die B304 wollte ich noch überqueren, ungefähr ab Halfing wollte ich den Heimweg antreten und Richtung Westen fahren. Ich passierte Unter- bzw. Oberreith, hinter Kling hielt ich für eine kurze Pause im herbstlich geschmückten Wald.

Bergketten am Horizont
Bei der Durchsicht der Bilder fiel mir auf, das von nun an auf fast jedem Bild die Alpen am Horizont zu erkennen sind. Deswegen der Titel dieses Kapitels.
Nachdem ich die B304 überquert hatte, drehte ich noch eine kleien Runde über winzige Nebenstraßen zwischen Amerang und Höslwang, anschließend erreichte ich schließlich Halfing. Von hier aus ging es nach Griesstätt, wo ich den Inn erneut überquerte und über Rott nach Ostermünchen fuhr.


Zwischen Ostermünchen und Emmering hielt noch an einem meiner Lieblingsplätze, um ein wenig die Aussicht auf die Berge zu genießen. Immer, wenn ich hier vorbei komme, kann ich die Ruhe und den Blick Richtung Süden auf die Alpen auskosten. So war es auch an diesem Tag.


Hausstrecke
Über Aßling und Lorenzenberg erreichte ich schließlich Glonn, und wer schon den ein oder anderen Beitrag hier gelesen hat, weiß: den Rest des Weges nach Hause fuhr ich über meine Hausstrecke. Von Glonn über Moosach und Buch nach Zorneding. Das Waldstück zwischen Glonn und Moosach war natürlich ebenfalls bereits voll im »Herbstmodus«, es bot sich also an, die Bolt auf einen kleinen Waldweg zu fahren und noch ein paar Zusatzfotos zu knipsen.
(Ich muss ja auch Material für den MotoMontag generieren 🙂)



Um kurz vor halb drei erreichte ich nach 160 Kilometern schließlich die heimische Tankstelle und füllte den Tank für die nächste Fahrt auf. Ich genoss die Tour wirklich, besonders mit dem Hintergedanken, dass ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste, ob das bereits die letzte Tour der Saison war.
(Ich habe gerade mal in das letzte Bild gezoomt - der Liter Super E10 kostete am 1.11. an dieser Tankstelle 1,689 Euro … als ich Mitte dieser Woche an der gleichen Tankstelle vorbeifuhr, stand er aktuell bei 2,149 Euro. Fast 30 % mehr! Hach. Und Martin hat das ganze hier und hier »wissenschaftlich« begleitet.)
Karte & Kommentare
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