Hallo 2026! Wie aus der Jahresstatistik ersichtlich ist, bin ich in der vergangenen Saison nicht ganz so viel Motorrad gefahren, wie die Jahre zuvor. Waren es bisher immer zwischen 7000 und 8000 Kilometern, habe ich die Bolt 2025 nur gut 4500 Kilometer durch Bayern und Umgebung gefahren. Der Grund dafür ist äußerst erfreulich, auf den werde ich hier jedoch nicht detaillierter eingehen. Denn: hier soll es um die Fahrten mit der Bolt und die Bilder, die ich dabei gemacht habe, gehen. Und ein paar dieser Bilder, die im Juli 2025 entstanden sind, werde ich in diesem Blogpost präsentieren. Nach dieser Fahrt habe ich noch etwa 5 nicht »verbloggte« Touren aus 2025, damit sollte ich hoffentlich bis zu den ersten Fahrten 2026 hinkommen.
Ein Samstag Mitte Juli. Nachmittags hatte ich noch etwas vor, das sich leider nicht mit Motorradfahren kombinieren ließ. Allerdings stand mir der Vormittag zur freien Verfügung, daher habe ich eine »kleine« Halbtagestour geplant, die mich zu insgesamt vier Passknackerpunkten führen sollte.
Gemütliche Anfahrt
Um viertel nach acht war ich so weit, der Motor der Bolt konnte gestartet werden und ich rollte aus der Garage. Ich startete zur Hausstrecke über Moosach und Glonn. Direkt hinter Glonn hielt ich für einen ersten kurzen Fotostopp an, hier stieg in einiger Entfernung gerade ein Heißluftballon auf. Weiter ging es Richtung Süden, vorbei an Bruckmühl, der A8 und Bad Feilnbach. Während ich mich den Bergen näherte, kamen mir einige Oldtimer entgegen - deren Fahrer nutzten das hervorragende Wetter ebenso wie ich für eine gemütliche Ausfahrt.
Kurz vor Fischbachau fuhr ein Fahrzeug vor mir, von dessen Fahrradträger am Heck ein Spanngurt mehrere Meter hinter dem Auto hing. Diese Fahrradträger am Autoheck sind mir ja immer etwas suspekt, besonders wenn ich mit dem Motorrad hinterherfahre. Ich versuchte, den Fahrer des Wagens mit Lichthupe und Handzeichen auf den losen Gurt aufmerksam zu machen, das klappte jedoch nicht. Also entschied ich mich dazu, den Wagen auf einem freien Stück zu überholen und auf Höhe des Fahrers nochmal ein paar Gesten zu machen - scheinbar hat das geholfen, kurz darauf hielt der Fahrer an.
Nachdem ich gewartet hatte, bis die Bayerische Oberlandbahn die Straße freigegeben hatte, konnte ich auf die B307 Richtung Bayrischzell einbiegen und näherte mich meinem ersten Zwischenziel des Tages.




Bäckeralm
In Bayrischzell bog ich rechts Richtung Tirol ab, das Sudelfeld habe ich in dieser Saison ja bereits im April besucht. Die Tiroler Straße (St 2075) führt in angenehmen Kurven durch den Wald Richtung Österreich, auf den letzten Metern der bayerischen Seite liegt die Bäckeralm, welche mein erster Passknacker-Punkt an diesem Tag sein sollte. Doch bevor ich dort ankam, hielt ich noch für einen weiteren Fotostopp an und sah mich etwas in der Umgebung um. Es war kurz vor halb zehn, das Wetter war nach wie vor traumhaft.
Ich fuhr weiter und erreichte kurz darauf die Bäckeralm - den ersten Passknackerpunkt dieses Tages.



Ackernalm
Die St 2075 wurde auf österreichischer Seite zur L37. Etwa zwei Kilometer hinter der Grenze, noch vor dem ersten kleinen Ort »Landl«, bog ich nach rechts auf eine kleine Stichstraße ab, die mich zur Ackernalm bringen würde. Leider stand hier am Anfang der Strecke eine Schranke inklusive Mautautomat. Und leider war beides auch in Betrieb - somit musste ich meinen Obolus entrichten. Die schmale Mautstraße führte im ersten Teil durch waldiges Gebiet, somit boten sich hier nur wenig Ausblicke. Die zweite Hälfte der Straße zur Ackernalm ist jedoch weniger bewaldet, somit waren hier auch tolle Blicke in die umliegende Bergwelt zu sehen. Oben angekommen machte ich das, wozu ich gekommen war: ein Nachweisfoto für den Passknacker-Wettbewerb. Anschließend fuhr ich mangels Alternativen den gleichen Weg, den ich hochgekommen war, wieder zurück.
Ich hielt noch für ein paar Fotos, hinter mir befand sich ein besonders schönes Exemplar einer Wollkopf-Kratzdistel (und das weiß ich auch nur, weil es mir meine »Pflanzen-Erkenn-App« verraten hat), die von Insekten angeflogen wurde. Nachdem ich hier einige Bilder geknipst hatte, fuhr ich weiter - ein paar hundert Meter später, noch auf der Mautstraße, hielt ich erneut an. Hier befindet sich ein Trinkwasserbrunnen, an diesem befüllte ich meine Flasche für den Rest der Fahrt.
Ich verließ die Mautstraße und bog wieder auf die L37 ein, dieser folgte ich Richtung Kufstein.



Marblinger Höhe
Das nächste Ziel, noch an der L37 und noch vor Kufstein gelegen, war die Marblinger Höhe. Doch zu erst wollte das frische Quellwasser sowie das Wasser, dass ich zu Hause abgefüllt und bereits getrunken hatte, fachgerecht entsorgt werden. Ich hielt also an einem Schuttablade- bzw. Parkplatz und schlug mich in die Büsche. Nachdem die Blase bereit für weiter Kilometer auf der Bolt war und ich noch ein Bildchen geknipst hatte, ging es auch schon direkt zur Marblinger Höhe. Als Nachweis diente mir das Wohnhaus mit dem schönen Berghintergrund, die Carports, die von anderen Passknackern oft fotografiert werden, sind ebenfalls zu erkennen. Das Bild war von der gegenüberliegenden Straßenseite schnell gemacht, so dass ich nach einem weiteren Bild auch schon direkt nach Kufstein weiterfahren konnte.


Wildbichlpass
Ich durchfuhr Kufstein und wurde an dem Kreisverkehr, der die letzte Möglichkeit zur Auffahrt auf die Autobahn bot, freundlich darauf hingewiesen, dass ich als »Nicht-Anrainer« an Samstagen, Sonn- und Feiertagen von 7 bis 19 Uhr zwischen Anfang Mai und Anfang November doch bitte die Autobahn nehmen solle. Außer, ich wäre Anrainer der Bezirke Kufstein, Kitzbühel und Aschau im Chiemgau. Der Hinweis kam einen Kreisverkehr später gleich nochmal. Falls der erste übersehen wurde. Nun, da mich meine geplanten Ziele erstens direkt nach Kufstein und zweitens über den Wildbichlpass nach Aschau im Chiemgau führen, sehe ich mich hier definitiv als Anrainer. Wenige hundert Meter später stand tatsächlich eine Polizei-Streife am Straßenrand, die interessierten sich jedoch nicht für mich.
Ich folgte der B175 von Kufstein über Ebbs nach Sebi, hier blieb ich auf der B175 und fuhr Richtung Grenze zu Bayern. Kurz vor der Grenze bog ich kurz rechts ab, zum Gasthof Wildbichl - der mir als Nachweisfoto für den Wildbichlpass diente.

Zurück in Bayern
Direkt nach Wildbichl war ich bereits in Bayern, hier kamen mir wieder Spaßmobile entgegen, deren Fahrer das herrliche Wetter ebenso wie ich für eine Ausfahrt nutzten. Als ich durch Aschau fuhr, wusste ich auch, warum es hier so von schönen und ungewöhnlichen Autos wimmelte: Hier fand an diesem Tag der »Große Preis von Bayern - Motorrad Classic Grand Prix« statt. Und es tummelten sich nicht nur schöne Motorräder, sondern auch schöne Autos.
Mir war das allerdings schon wieder etwas zu viel Trubel, ich hielt mich also nicht sonderlich lang am Veranstaltungsort auf, sondern fuhr gleich weiter. Passknacker-Punkte lagen keine mehr auf meinem Weg, somit zählte das bereits als Heimweg. Von Aschau aus ging es über kleinere und größere Straßen vorbei an Prien am Chiemsee, Bad Endorf und Griesstätt zum Inn. Sobald dieser überquert war, fuhr ich über Ramerberg und Grafing wieder Richtung Moosach, wo ich für die letzten Kilometer nochmal auf einen Teil der Hausstrecke einbog, bevor ich schließlich an der heimischen Tankstelle zum Auftanken ankam. Natürlich musste ich bei diesem traumhaften Wetter auch auf dem Heimweg noch das ein oder andere Mal stehen bleiben, um Fotos der schönen bayerischen Landschaft zu machen.






Vierdreiviertel Stunden und 220 Kilometer, nachdem ich morgens das Haus verlassen hatte, fuhr ich die Bolt wieder in die Garage. Den Vormittag mit schönem Wetter habe ich bestens genutzt.
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