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Neun waren geplant, angefahren wurden acht

Das zweite August-Wochenende 2025, Zeit für eine entspannte Runde mit der Bolt. Als Ziel hatte ich mir einige Passknacker-Punkte in Tirol gesetzt.

Anfahrt

Ich startete die Bolt gegen halb sieben und fuhr direkt zur Autobahn-Auffahrt. Knapp 500 Kilometer hatte ich für diesen Tag geplant, bis Kufstein wollte ich schnell vorankommen und nahm daher den Weg über die A99, A8 und A93. Als ich den Irschenberg überquerte, stand die Sonne tief und tauchte die Landschaft in herrlich warmes Licht. Scheinbar waren zu diesem Zeitpunkt auch auf österreichischer Seite Container für Grenzkontrollen aufgebaut, diese wurden an diesem Samstag jedoch nicht genutzt. Ohne mautpflichtig geworden zu sein verließ ich die Autobahn schließlich bei Kufstein-Süd.

Am Steinerbach, Grafenweg & Kerschbaumer Sattel

Nachdem ich die Autobahn verlassen hatte, folgte ich der B173 bis Söll, kurz dahinter wartete auch bereits der erste, unspektakuläre Passknacker-Punkt: »Am Steinerbach / Söll«. Im Anschluss fuhr ich über Itter und Hopfgarten in ruhigere Gebiete, abseits der großen Straßen. Es ging von Hopfgarten aus Richtung Wörgl, allerdings über die angenehm ruhige Strecke über Grafenweg bzw. Niederau. Hier wartete auch der nächste Passknacker, »Grafenweg«. Von Wörgl aus ging es über die B171 nach Brixlegg und Reith im Alpbachtal, wo ich nach der verkehrsreichen B171 wieder etwas weniger stark befahrene Wege nutzen konnte. Auf dem Weg nach Hart im Zillertal wartete neben sensationellen Aussichten auch noch der dritte Passknacker-Punkt des Tages: »Kerschbaumer Sattel«.

Zillertaler Höhenstraße, Melchboden

Nun stand mir wieder eine etwas stärker befahrene Etappe bevor. Bei Fügen bog ich auf die B169 Richtung Süden durch das Zillertal ein, verließ diese aber nach einem Tankstopp und zehn Kilometer später bereits wieder, als ich in Aschau im Zillertal zur Auffahrt zur Zillertaler Höhenstraße abbog. Die Zillertaler Höhenstraße war wie immer ein Highlight. Toller Aussichten, schmale Wege, eigentlich hätte ich alle 100 Meter anhalten können, um ein paar Fotos zu machen. Das Wetter an diesem Samstag tat sein übriges: Strahlend blauer Himmel, am Horizont ein paar wenige weiße Wölkchen, angenehm sommerliche Temperatur. Traumhaft! Am Melchboden hielt ich an, um das vierte Nachweisbild dieses Tages auf meinem Telefon zu speichern. Um kurz vor 10 Uhr war hier noch nicht besonders viel los, ich fuhr dennoch zügig weiter. Die letzten Kilometer der Abfahrt nach Hippach hatte ich dann leider einen Bus vor mir, der zwar recht zügig fuhr, dabei teilweise aber doch sehr waghalsige Manöver veranstaltete.

Gerlospass

Ich verließ das Zillertal über den Gerlospass Richtung Osten. Auf der B165 kam mir zuerst eine Gruppe Kleinkrafträder bzw. Mopeds entgegen, die schienen auch Spaß zu haben - allerdings bremsten sie den Verkehr doch etwas aus. Egal, ich war ja schließlich in der entgegengesetzten Richtung unterwegs. Und auch wenn die B165 manchmal etwas anstrengend ist, ich war wohl noch früh genug dran oder hatte gerade eine günstige Zeit erwischt. Jedenfalls war nicht besonders viel los, ich konnte gemütlich fahren, ohne ständig hinter Autos zu kleben. Ich fuhr die Mautstation am neuen Gerlospass an, machte mein Nachweisbild und drehte wieder um, um die alte Gerlosstraße Richtung Osten zu fahren. Bei Königsleiten befuhr ich schließlich die alte Gerlosstraße, welche mich zuerst zum sechsten Passknacker-Punkt des Tages, anschließend zu einigen schönen Fotospots und schließlich ins Pinzgau brachte.

Enzingerboden

Mein nächstes Ziel war der Enzingerboden. Ich folgte also der Gerlosstraße bis Mittersill, verließ Mittersill über die B168 Richtung Osten und bog kurz darauf in die Straße zum Enzingerboden ein. Auch hier hielt ich nicht nur für das Nachweisbild am großen »Enzingerboden-Schild« an, natürlich blieb ich auch unterwegs das ein oder andere Mal stehen um ein paar Bilder aufzunehmen. Das Wetter war aber auch wirklich toll. Die Straße zum Enzingerboden ist eine Sackgasse, also fuhr ich auf gleichem Weg zurück zur B168 und nach Mittersill. Hier wurde noch einmal für das letzte Stück dieser Tour aufgetankt, bevor ich Mittersill schließlich Richtung Norden verließ.

Pass Thurn

Auf dem Weg von Mittersill nach Kitzbühel liegt der Pass Thurn, natürlich hielt ich hier auch einmal für ein Foto an - das hatte ich diese Saison ja noch nicht getan. Anschließend ging es weiter Richtung Norden bzw. Richtung Kitzbühel, um den letzten Passknacker-Punkt anzufahren, den ich für diesen Tag geplant hatte.

(Kitzbüheler Horn)

Ich durchquerte Kitzbühel beinahe komplett, um am nördlichen Ende den Abzweig zum Kitzbüheler Horn zu nehmen. Diese Straße ist mautpflichtig und wird gefühlt von Jahr zu Jahr teurer - dafür ist sie immerhin auch in gutem Zustand. An der (unbemannten) Mautschranke stand bereits eine Gruppe Motorradfahrer. Ich parkte die Bolt und ging ebenfalls zum Zahlautomaten. Normalerweise kann man hier mit Scheinen, Münzen und auch Karten zahlen, Kartenzahlung war an diesem Tag jedoch nicht verfügbar. Die Scheinzahlung stand so lange zur Verfügung, bis der Automat einen Schein der Motorradgruppe vor mir »gefressen« hatte, nun gab es einen Fehler, der gute Mann bekam keinen Chip zur Durchfahrt und der Automat wollte nur noch Münzen haben. Die Gruppe diskutierte, wie es nun weitergehen sollte, ich stellte nach einem Blick in meine Geldbörse fest, dass ich nicht ausreichend Münzgeld dabei hatte - nur Scheine und Karten, aber die wollte der Automat ja an diesem Tag nicht. Ich entschied mich kurzerhand dafür, nicht weiter zu warten - es wurde wärmer, die Herren diskutierten weiter und ich hatte auch ohne das Kitzbüheler Horn einen schönen Tag auf dem Motorrad. Also startete ich die Bolt und fuhr weiter, raus aus Kitzbühel, Richtung Sankt Johann in Tirol.

Heimweg

Nun begann der Heimweg. Von Sankt Johann ging es vorbei am Wilden Kaiser bis kurz vor Söll, aber hier nahm ich die B173 zurück nach Kufstein und ab dort wieder die Autobahn. Es war inzwischen sehr warm, ich hatte bereits knapp 400 Kilometer hinter mir, also ging es auch zurück über die Autobahn.

Das war die letzte Passknacker-Runde 2025. Das wusste ich an diesem Tag jedoch noch nicht. Ich hatte ja gedacht, eventuell komme ich nochmal in der Gegend vorbei und nehme das Kitzbüheler Horn noch mit, aber es hatte sich letztes Jahr keine weitere Passknacker-Runde mehr ergeben. Ein paar kleinere Touren bin ich noch gefahren, diese kommen die nächsten Wochen auch noch hier als Beitrag. Und dann startet auch hoffentlich so langsam die neue Saison!


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