Mit der Bolt durch Bayern

... und über Bayerns Grenzen hinaus.

Noch mehr Herbst

Das Titelbild oben entstand bei mir auf dem heimischen Balkon. Die Temperaturen waren gerade in den zweistelligen Bereich geklettert, und es sollte trocken sowie sonnig bleiben. Die logische Konsequenz: Motorradkleidung anlegen und ab auf’s Zweirad!

Das Tagesziel, das ich mir setzte, war ungefährt eine Tankfüllung zu verfahren. Was bei der Bolt auf etwa 220 – 240 Kilometer hinauslaufen würde. Als grobe Richtung legte ich Südosten fest, weiter als zum Chiemsee wollte ich nicht fahren.

Die erste Gelegenheit für ein paar Fotos bot sich schnell, kurz nachdem ich den heimatlichen Landkreis München verlassen hatte, zwischen Oberpframmern und Moosach.

Die Luft war klar, am Horizont waren bereits die Umrisse der Alpen zu sehen. Und auf den Straßen war es ziemlich ruhig. So soll es sein.

Die Farben!

Bei meiner letzten Tour habe ich leider nicht wirklich viele Bäume gesehen, die bereits das herbstlich bunte Blätterkleid trugen, dieses mal hatte ich da mehr Glück.

Und wenn es keine bunten Bäume zu sehen gab, dann dieser herrliche Weitblick Richtung Berge.

Sonne, Bolt und Berge.
Im Hintergrund: Der Simsee

Den Inn hatte ich inzwischen überquert, ich fuhr eine Kurve um den Simsee – an dem ich tatsächlich noch nie gewesen bin. Bei Pietzenkirchen entdeckte ich einen Hinweis auf einen Aussichtspunkt auf der Karte, also steuerte ich diesen an. Und dort hatte ich schließlich diesen Ausblick auf den Simsee, zwischen Friedhof und Kirche.

Aussichtspunkt bei Sollhuben

Ein paar Kilometer weiter, in der Nähe von Sollhuben entdeckte ich erneut einen Aussichtspuntk auf der Karte. Auch diesen steuerte ich an, und auch bei diesem hat es ich gelohnt.

Aussichtspunkt bei Sollhuben
Aussichtspunkt bei Sollhuben

Den Chiemsee habe ich passiert, ohne für ein Foto anzuhalten. Hier war erwartungsgemäß mehr los, also genoss ich die Umgebung sozusagen im Vorbeifahren.

Auch am Bikertreff beim Gasthof Kupferschmiede in Seebruck war bei dem Wetter natürlich einiges los. Mein Weg führt mich daran vorbei – ich bin kein Fan von Bikertreffs. Hauptsächlich will ich ja Motorradfahren.

Zum Herrgottsweg

Im Wald zwischen Eggstätt und Pittenhart machte sich ein natürliches Bedürfnis spürbar und nötigte mich für ein Pinkelpäuschen anzuhalten. Idyllischerweise verrichte ich dieses Päuschen wohl an einem Herrgottsweg – erkennen konnte ich in dem Wald jedoch nichts, was auf die Namensgebung hindeuten würde.

Sonne, Herbstwald und Bolt
Mehr Wolken, weniger Berge

Ich hatte inzwischen mehr als die Hälfte meiner Tour hinter mir, und so langsam änderte sich das Wetter. Die Wolken wurden mehr und dichter, es wurde schattiger und vor allem kühler.

Es war also langsam an der Zeit, nach Hause zu fahren. Das tat ich auch, ohne weitere Fotostopps. Weit hatte ich es sowieso nicht mehr und kalt wurde es auch. Auf dem Abschnitt zwischen Moosach und Buch, dem Lieblingsstück meiner Hausstreicke, bot sich dann jedoch doch noch mal eine Möglichkeit, herbstliche Bilder zu knipssen.

Knapp 230 Kilometer bei größtenteils bestem Herbstwetter bin ich insgesamt gefahren, mein Ziel, den Tank einmal zu leeren, habe ich somit erreicht: 10,5 Liter passten am Ende in den 12-Liter-Tank.

Ich fahre wirklich gerne im Herbst, die Farbpracht, die sich unterwegs bietet, ist einfach unglaublich schön. Leider folgt auf den Herbst mit ziemlicher Sicherheit der Winter. Und das bedeutet: Winterpause. Aber im Frühling ist es ja auch wieder schön.

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2 Kommentare

  1. Stephan Karl 13. November 2021

    Wieder einmal sehr schön geschrieben.. vielen Dank für die kleine Reise, auf der man durch Deine Bilder und Worte schon fast mit auf Tour war.

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