Mit der Bolt durch Bayern

... und über Bayerns Grenzen hinaus.

Einmal Inn und zurück

April, April, der macht, was er will!
Aprilwetter und Kartenglück wechseln jeden Augenblick.
Aprilwetter und Weibertreu, das ist immer einerlei.
April: Mehr Regen als Sonnenschein, dann wird’s im Juni trocken sein.
April und Weiberwill ändern sich schnell und viel.
Der April kann rasen. Nur der Mai hält Maßen.

Weisheiten zum April, Hundertjähriger Kalender

Der April 2021 gibt bisher alles, um den Bauernweisheiten und Sprichwörtern, die sich über das wechselhafte Wetter gebildet haben, gerecht zu werden. Schneefall, Sturm, Sonne. Erst Plus 20 Grad, zwei Täge später minus 5 Grad. Und kurz darauf später wieder milde Temperaturen. Teilweise kommt es einem so vor, als hätte man in einer Woche alle vier Jahreszeiten durchlebt – mehrfach.

Die Bolt wird mehr gefahren als geputzt.

Als Schönwetterfahrer versuche ich natürlich, die kurzen Frühlings- und Sommer-Abschnitte des Aprils für eine Ausfahrt mit der Bolt zu nutzen. Zwischen zwei Winter-Abschnitten habe ich einen herrlichen Tag mit tollem Wetter für ein paar Stunden auf der Bolt nutzen können.

Gefahren wurde gegen den Uhrzeigersinn.

Eine Tour mit etwa 250 Kilometern hatte ich mir mit Hilfe von Calimoto schnell zusammengestellt. Bei Zorneding fuhr ich runter von der Bundesstraße, Richtung Buch, Moosach und Glonn – ein absolutes Highlight direkt vor meiner Haustür. Der schönste Teil der Strecke, das Stück zwischen Moosach und Glonn, ist derzeit gesperrt, um die Kröten davor zu schützen, überfahren zu werden. Glücklicherweise überqueren Kröten wohl hauptsächlich nachts die Straße – die Sperrung gilt nur von 18:00 Uhr bis 6:00 Uhr.

Die Berge immer in Sichtweite.

Von Glonn ging es über ein paar Nebenstraßen nach Feldkirchen – der südlichste Punkt dieser Runde. Hier hatte ich oft herrliche Sicht auf die Alpen.

Recht viel näher kam ich den Berger auf dieser Tour nicht – hoffentlich ändert sich das diese Saison noch.
Nächster Halt – nächstes Bild mit Alpenblick.

Ich hatte bei der Planung bewusst Via-Punkte auf kleinere Verbindungstrassen zwischen kleinsten Dörfern gelegt, die ich bisher noch nicht gefahren bin. Und ich wurde mit tollen Ausblicken belohnt.

Was für ein Anblick!

Überhaupt, diese kleinen Straßen zwischen Dörfern sind oft eine tolle Alternative zu den Staatsstraßen, die man bereits etliche Male gefahren ist. Und auf diesen Straßen bieten sich auch immer wieder tolle Motive an, die gerade zu nach einem Foto mit der Bolt schreien.

Brücke, rostiges Geländer, Bach, Bauernhof – Zutaten für ein schönes Foto.

Ich fuhr weiter auf kleinen Straßen durch den Landkreis Ebersberg, noch immer östlich des Inns. Und natürlich boten sich auch hier immer wieder schöne Motive zum Fotografieren an. Und wenn mal kein Motiv in der Nähe ist, wird die Bolt eben nur mit Himmel im Hintergrund in Szene gesetzt.

Auch mal andere Blickwinkel ausprobieren.
Und Panoramen sind auch nie verkehrt.
12 Tonnen – auch mit Fahrer kein Problem für die Bolt.

Den Inn überquerte ich bei Griesstätt, hier bog ich Richtung Süden ab, um ab Vogtareuth wieder Richtung Norden zu fahren. Die Straße trägt die Bezeichnung RO35 und führt von Vogtareuth nach Kirchloibersdorf. Keine besonders denkwürdigen Kurven, ein paar Kreisverkehre, insgesamt trotzdem sehr schön zu fahren. Wenn ich hier in der Gegend bin, versuche ich auch, das Stück in meine Tour mit einzubauen.

Panorama an der Kreisstraße RO35.

Kurz vor Kirchloibersdorf fuhr ich nach Osten Richtung Schnaitsee, und von hier ging es langsam Richtung Gars am Inn, zur zweiten Inn-Querung dieser Tour.

Halb Gras, halb Himmel.

Als ich auf die Straße nach Gars-Bahnhof einbiegen wollte, erblicke auf meinem Navigationstelefon am Lenker einen „Tolle-Aussicht“-Punkt auf der Karte, direkt an einer Inn-Schleife gelegen. Also schlug ich einen kleinen Haken und fuhr diesen Punkt über eine kleine Schotterstraße an.

Tolle Aussicht auf den Inn.

Und ja, der „Tolle-Aussicht“-Punkt ist zurecht auf der Karte. Was für ein Anblick. Hier machte ich kurz Pause, bevor mich mein Weg langsam Richtung Heimat führen sollte.

Tolle Aussicht auf den Inn, anderer Ausschnitt.

Mein Hemweg führte mich über Dorfen und Buch am Buchrain zurück nach Haar. Und auch auf dem letzten Teilstück bot sich noch das ein oder andere Mal die Gelegenheit, ein paar Schnappschüsse zu machen.

Blauer Himmel, ein paar Wolken, gemähte Wiesen, im Hintergrund die Berge. Herriches Bayern!
Kleinste Straßen, fast schon Single Track Roads.
Abschlussbild einer herrlichen Aprilrunde.

Nach 250 Kilometern, für die ich mir knapp 5 Stunden Zeit genommen habe, kam ich wieder zu Hause an. Fotos habe ich viele gemacht, die besten haben es in diesen Beitrag geschafft. Diesen Frühlingstag im April habe ich bestens genutzt.

(Während ich diese Zeilen schrieb, schneite es übrigens schon wieder.)

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