Mit der Bolt durch Bayern

... und über Bayerns Grenzen hinaus.

Löwenzahn

Dim. Dim. Dididim. Löwenzahn. Der Ohrwurm hat mich letzten Samstag auf meiner kompletten Tour begleitet. Und warum? Weil es langsam doch Frühling wird. Und auf jeder Wiese hunderte von Löwenzahn-Pflanzen gelbe Akzente setzten.

Die Wetterprognose für Samstag stellte knapp 20 Grad, Sonnenschein und keinen Niederschlag in Aussicht. Am Sonntag, am Muttertag, hingegen sollte es knapp 30 Grad warm werden – Samstag wurde also mein Motorradtag. Große Touren ins Ausland sind vermutlich immer noch nicht drin, etwas Passknacken wollte ich trotzdem. Also habe ich mir eine Tour zusammengeklickt, die drei Passknacker-Punkte in nicht allzugroßer Entfernung umschließt.

Mit Calimoto war die Tour wie immer schnell geplant.

Ich startete (ungewöhnlicherweise) stadteinwärts Richtung Westen. Normalerweise versuche ich München so gut es geht zu umfahren, diesmal wollte ich jedoch die „Parkplatz-Ausfahrt“ ausprobieren, die Thomas in seinem Beitrag erwähnt hat. Und tatsächlich, die Autobahn bringt einen schnell aus München raus, und über den Parkplatz kommt man völlig legal auf wunderbar kleine Straßen zwischen Starnberg und Gauting. Vom Parkplatz links runter, dann gleich die nächste Abzweigung rechts nach Leutstetten – schon beginnt eine ruhige Strecke weiter Richtung Westen, mit der sich Starnberg umfahren lässt.

Kurz nach Leutstetten kommt die Würm.

Zwischen Starnberger und Ammersee wählte ich kleine Straßen mit wenig Verkehr. Die Entscheidung war nicht verkehrt, ich wurde mit tollen Ausblicken belohnt.

Kurz vor’m Ammersee, die Berge fest im Blick.

Dießen am Ammersee musste ich durchfahren, da kenne ich keinen guten Weg außenrum. Aber Dießen ist nicht groß, und so war ich auch schnell wieder durch. Und kurz nach der Kleinstadt holte mich mein Ohrwurm wieder ein.

Dim. Dim. Dididim. Löwenzahn.

So langsam näherte ich mich meinem ersten Passknacker-Punkt des Tages, Knöbel (Sachsenried). Doch auch auf dem Weg dahin bot sich immer wieder die Gelegenheit für ein paar schicke Schnappschüsse, wie hier, kurz vor Thaining.

Asphalt in Kurven geschwungen, sattes Grün und die Berge im Blick.

Der letzte Ort vor Sachsenried ist Schwabsoien. Und auch hier wurde mir ein toller Ausblick geboten.

Bolt und Löwenzahn und Weitblick.
Löwenzahn und Weitblick, Bolt im Hintergrund.

Sachsenried ist ist gleich der nächste Ort hinter Schwabsoien. Aus meiner Richtung musste ich den Ort komplett durchfahren, um die kleine Kapelle zu erreichen, die mir als Nachweispunkt dient. Aber Sachsenried ist nicht groß und somit schnell durchfahren.

Nachweisbild am ersten Punkt.
Schon wieder! Löwenzahn!

Der nächste Tagesordnungspunkt war der Auerberg. Bei der Planung habe ich, soweit möglich, darauf geachtet, nicht immer die Straßen in meine Route einzubauen, die ich schon gefahren bin, sondern möglichst Straßen, die auf der Calimoto-Karte noch nicht blau, also bereits „erfahren“ markiert sind. Und eine dieser Straßen habe ich auf dem Weg zum Auerberg gefunden.

(Bisher) unbekannte Straßen durch grüne Wiesen.

Auch die Auffahrt zum Auerberg selbst wandelte ich im Vergleich zur letzten und vorletzten Saison etwas ab, so fand ich bei der Planung einen kleinen Weg der ebenfalls zur Auffahrt führte und von der Breite her maximal Platz für ein Auto bot – ein besserer Radweg also.

Löwenzahn!

Für die Bolt und mich reichte die Breite locker aus.

Ausblick von Auerberg, mit: Löwenzahn!

Das Restaurant oben am Berg hatte natürlich geschlossen, dennoch waren viele Gruppen von Motorradfahren oben und machten dort Pause. Ich schoss schnell mein Nachweisbild und fuhr weiter.

Nachweisbild am Auerberg.

Ungefähr die Hälfte der heutigen Tour war somit erledigt, im nächsten Ort hatte ich einen kurzen Stopp geplant um die Luft aus dem Tank zu lassen. Mit vollem Tank lag noch der letzte Passknacker für heute auf meiner Route – der Hohe Peißenberg.

Löwenzahn, Löwenzahn und Löwenzahn. Im Hintergrund: der Hohe Peißenberg
Letzter Nachweis des Tages.
Panorama vom Berg auf die Berge.

Nachdem der letzte Punkt abgehakt war, ging es Richtung Heimat. Und auch hier habe ich bei der Planung wieder versucht, Straßen auszuwählen, die ich bisher noch nicht gefahren bin. Und auch hier wurde ich nicht enttäuscht.

Bisher unbekannte Straße, jetzt „blau“ in Calimoto. Löwenzahn!
Ebenfalls eine bisher unbekannte Straße, auch das war keine Enttäuschung.

Ab Geretsried gab es dann allerdings nicht mehr viele Straßen, die ich noch nicht unter die Räder genommen habe. Aber auch das ist nicht schlimm, so konnte ich auf dem Heimweg noch ein paar meiner Lieblingsstrecken befahren.

Kurz vor Peretshofen. Und siehe da: Löwenzahn.

Nach 320 Kilometern, auf denen ich in sechseinhalb Stunden 14,2 Liter Benzin verbrannt habe, kam ich schließlich wieder zu Hause an. Die dritte Passknacker-Runde im Jahr 2021, jeweils „nur“ drei Nachweispunkte. Trotzdem schön.

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