Mit der Bolt durch Bayern

... und über Bayerns Grenzen hinaus.

Vier Passknacker-Punkte

Mit dem Passknacken läuft es diese Saison noch nicht so wirklich rund. Die paar Punkte, die ich bisher angefahren habe, machen noch nicht viel in der Wertung aus. Ich hoffe da ja noch auf meine Südtirol-Tour, die ich für Juli geplant habe.

Dennoch klappt es immer mal wieder, ein paar Punkte, die in der Nähe liegen, anzufahren. So auch bei der kleinen Ausfahrt vor ein paar Tagen, die ich in dem Beitrag etwas näher beschreiben will.

Auf dem Plan standen vier Passknacker-Punkte: Kesselbergstraße, Ettaler Sattel, Klais und die Eng-Alm bzw. der Ahornboden. Und der Weg zwischen diesen Punkten sollte natürlich viele kurvige Straßen enthalten.

Die ersten paar Kilometer legte ich auf der A99 bzw. der A8 zurück. Angepeilt hatte ich die Ausfahrt Hofolding, was auch gut war – kurz vor der Ausfahrt wurde der Verkehr Richtung Süden bereits dichter. Das Wetter wollten wohl auch andere für einen Ausflug Richtung Berge nutzen. Mir egal – ich verließ die Autobahn Richtung Sauerlach und fuhr dann weier Richtung Süden.

Panorama in Wettlkam

Zwischen Sauerlach und Otterfing verließ ich die Straße Richtung Wettlkam – dort entstand auch das Maibaum-Foto ganz oben in diesem Beitrag. Über Dietramszell näherte ich mich langsam Bad Tölz, dort hin wollte ich aber so häufig wie möglich auf kleinen und kleinsten Straßen fahren.

Schmale Straßen zwischen Dietramszell und Bad Tölz

Zwischen Dietramszell und Bad Tölz empfiehlt sich da die Strecke über Untermühltal und Bairawies. Nach Bairawies bog ich auf die etwas größere ST2072 Richtung Süden ein, um nach Tölz zu kommen. Dort war der Verkehr, wie immer, etwas stärker, trotzdem ließ ich die Stadt zügig wieder hinter mir.

Tolle Landschaft südlich von Bad Tölz

Nach Bad Tölz fuhr ich auf kleinen Straßen weiter, ich hielt mich links der Isar. Auf der rechten Seite des Flusses hätte ich auf der B13 fahren müssen – links war die St2072 sowie einige Nebenstrassen.

#schoschee

Die St2072 führt dann in die Jachenau, hinter dem Ort Jachenau wird sie (kurz vor’m Walchensee) zur Mautstraße. Im Hochsommer meide ich die Strecke – dann ist meisten so viel los am See, dass Motorradfahren hier keinen Spaß mehr macht.

Die Bolt am Walchensee

An diesem Tag hatte ich jedoch echt Glück – es war noch relativ früh, der See war noch ziemlich verlassen. Und so konnte ich für das ein oder andere Foto halten, und hatte die Straße beinahe für mich alleine.

Gleicher Punkt, anderer Blickwinkel

Ich tuckerte also weiter an der Südseite des Sees Richtung Westen, schließlich wollte ich ja noch zur Kesselbergstraße. Ich war aber immer wieder erstaunt, wie schön es hier ist, wenn keine Menschenmassen den See belagern.

Walchensee, beinahe komplett verlassen

Am Ende der Mautstraße bog ich rechts auf die B11 Richtung Kesselberg bzw. Kochel am See. Natürlich in der am Wochenende für Motorradfahrer erlaubten Richtung, von Süd nach Nord. Dieses Stück fahre ich eigentlich nur einmal im Jahr, um den dortigen Passknacker-Punkt zu erreichen – ich finde, es gibt so viele schönere Strecken. Und ich verstehe den Reiz „Kesselberg“, der so viele Motorradfahrer anzieht, nicht wirklich.

Erster Passknacker-Nachweis des Tages: ✅

Oben angekommen erledigte ich schnell das, wofür ich gekommen war: mein Nachweisbild. Und fuhr anschließend weiter Richtung Norden. Interessanterweise kamen mir auf der Strecke einige Motorradfahrer entgegen – das Fahrverbot Richtung Süden am Wochenende für Motorradfahrer scheint nicht jeden zu kümmern.

Kochel am See ließ ich schnell hinter mir, mein weiterer Weg führte mich Richtung Schledorf und Ohlstadt.

Im Panorama zeigt sich die ganze Bandbreite des Wetters…

Hinter Kochel fuhr ich einen Parkplatz an, an dem ich das obige Foto schoss. Hier ist auf einem Foto die ganze Bandbreite des Wetters zu sehen. Meistens sonnig und trocken, teilweise aber auch mit richtig dunklen Wolken, die nichts gutes versprachen. Bisher blieb ich aber von Regenschauern verschont, die Straßen waren bis hier hin auch alle trocken.

Passknacker-Nachweis am Ettaler Sattel

Der nächste Passknacker-Punkt auf dem Tagesplan war der Ettaler Sattel – dazu nahm ich in Oberau den Abzweig Richtung Westen. Nach dem Foto fuhr ich auf gleichem Weg zurück, und nahm schließlich den Weg nach Garmisch. Garmisch war in etwa Halbzeit, also suchte ich mir hier eine Tankstelle und ließ die Luft aus dem Tank.

Garmisch-Partenkirchen verließ ich, wie ich es betreten hatte. Über die B2. Irgendwann kommt dann auch Klais, und hier dient das Bahnhofsgebäude als gern genutzes Fotomotiv für den Passknacker-Nachweis.

Nachweis Nummer 3, Klais

Von Klais ist es nicht weit nach Wallgau, und in Wallgau beginnt die Mautstraße Wallgau-Vorderriß. Diese Straße ist eins meiner Highlights, hier fahre ich wirklich gerne. Und ich habe erst kurz vor dieser Tour bemerkt, dass ich das Ticket, das ich vormittags bereits an der Mautstation Jachenau gelöst habe, hier ebenfalls nutzen kann und nicht nochmal zahlen muss – die letzten Jahre habe ich immer doppelt bezahlt…

Holzbrücke
Blick auf die Isar
Noch ein Panorma-Blick auf die Isar

Am Ende der Mautstraße ist der kleine Ort Vorderriß. Von hier geht es entweder nach links über die B307 zum Sylvensteinspeicher oder nach rechts Richtung Hinterriß – und genau dorthin wollte ich. Die Straße wird hinter der österreichischen Grenze bzw. hinter dem Ort Hinterriß zur Mautstraße. Aber auch diese Gebühr lohnt sich definitiv, führt die Straße doch zum Großen Ahornboden bzw. in die Eng.

Am Rand einer Kurve geparkt…
… einen kleinen Trampelpfad hinunter gestiegen…
… und schießlich mit diesem Blick auf den Rißbach belohnt worden.
Ahornboden
Berge, Kühe, Wiesen, kleine Straße und die Bolt – was will man mehr?
#schoschee

Die Straße führt immer am Rißbach entlang Richtung Eng-Alm, und wie an den Fotos oben zu sehen ist, könnte man durchgängig stehen bleiben und ein paar Bilder machen – Motive gibt es genug. Ich bin jedoch hauptsächlich hier, um mit der Bolt zu fahren, also halte ich nicht jede Szene in einem Foto fest.

Passknacker-Nachweis Nummer 4, Eng / Ahornboden

Am Alpengasthof Eng angekommen, knipse ich noch schnell das wichtige Foto – den Nachweis für diesen Passknacker-Punkt. Anschließend machte ich mich auf den Heimweg – zurück nach Vorderriß, von hier über den Sylvensteinspeicher und vorbei am Tegernsee.

Doch auch auf dem Rückweg musste ich noch das ein oder andere Mal anhalten, um die genialen Aussichten auf dieser Mautstraße in dem ein oder anderen Bild festzuhalten.

Bild mit Kuh
Bolt vor Rißbach
Bolt vor Rißbach, Teil 2

Der Weg vorbei am Sylvensteinspeicher, über den Achenpass und vorbei am Tegernsee war angenehm, es ließ sich gut fahren. Nur das Wetter zog immer weiter zu – dummerweise lag mein Ziel in Richtung der dunkelsten Wolken am Himmel.

Genau in Richtung dieser Wolke musste ich…
Die Heimat ist nahe – der Regen jedoch auch…

Es kam schließlich, wie es kommen musste. Auf Höhe von Höhenkirchen-Siegertsbrunn, der Himmel war inzwischen richtig dunkelgrau, kamen die ersten Tropfen. Ich beschloss, die letzten 10 Kilometer auf der Autobahn zu fahren – der Platzregen hatte die gleiche Idee. Also fuhr ich die letzten 10 Kilometer durch strömenden Regen – dennoch war es ein unglaublich schöner Ausflug mit der Bolt durch Bayern und über Bayerns Grenzen hinaus.

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