Mit der Bolt durch Bayern

... und über Bayerns Grenzen hinaus.

Passknacken in Tirol, Passknacken mit Stau

Im Juli, noch in meinem Urlaub, konnte ich mir den ein oder anderen Tag zum Motorradfahren frei halten. Im Urlaub hat man ja meistens viel zu tun.

Das Wetter sollte schön bleiben, da ich Urlaub hatte, konnte ich mich auch mal unter der Woche (montags!) auf den Weg machen. Meine Hoffnung war, das dadurch vielleicht nicht so viel Verkehr um mich rum sein würde. Doch, wie der Titel bereits verrät, hat das leider nicht durchgehend geklappt.

Los ging es teilweise über Autobahn, teilweise über Land Richtung Garmisch. Kurz vor Garmisch, in Oberau, bog ich Richtung Ettaler Sattel / Oberammergau ab, um über den Ammerwaldsattel zum Plansee zu kommen.

Passknacker-Nachweis Ammerwaldsattel – jetzt auch mit Fahrer

Die Straße von Ettal über den Plansee nach Reutte ist mit zwei Wörtern zu beschreiben: einfach schön. Und wenn man, so wie ich an diesem Tag, früh genug oder gar unter der Woche am Plansee ist, ist dort auch fast nichts los.

Ruhe
Ruhe am Plansee
Ruhe am Plansee

Vom Plansee aus ging es weiter Richtung Reutte, um dann über die B179 zum nächsten Passknacker-Punkt zu kommen, dem Fernpass. Mit dem Fernpass hatte ich bisher immer schlechte Erfahrungen: Viel Verkehr, Stau, insgesamt eigentlich keine schöne Strecke. Ich habe gehofft, dass wenn ich hier unter der Woche fahre, vielleicht mal etwas weniger los ist. Aber nein, aufgrund einer Baustelle mit einer gesperrten Spur ging es nur sehr zäh voran.

Kilometerlange Staus

Kilometerlange Staus, an denen ich nur vorbeikam, wenn aus der Gegenrichtung gerade kein Auto kam. Aufgrund der Baustellenampel ging das immer nur kurz – sobald die Gegenrichtung grün hatte, kam natürlich eine geschlossene Kolonne entgegen.

Irgendwann war der Fernpass glücklicherweise erreicht – auch unter der Woche nicht wirklich unterhaltsam. Aber der Passknacker-Punkt liegt halt hier in der Gegend, und der Rest ist im Normalfall auch schön zu fahren.

Nachweis am Fernpass

Vom Fernpass ging es weiter Richtung Holzleitensattel. Und hier wurde es schon wieder schöner zu fahren. Wenig Verkehr, obwohl ich immer noch auf einer Bundesstraße unterwegs war. Lag wohl einfach am Fernpass – einfach nicht meine Lieblingsstrecke.

Nachweispunkt Holzleitensattel

Da ich ungern den gleichen weg zurückfahre, den ich bereits hergefahren bin, ich aber vom Holzleitensattel zum nächsten Punkt, der Pillerhöhe, wieder ein Stück zurück musste, bin ich die Schleife über Aschlang und Dormitz gefahren. Eine kleine schmale Straße, die von den starken Regenfällen der letzten Tage teilweise noch stark unter Wasser stand. Doch genau diese kleinen Straßen sind es, die mich solche Strecken wie den Fernpass sofort wieder vergessen lassen.

Bach, Brücke, Bolt

Mein Weg führte mich weiter Richtung Imst, das ich Richtung Süden durchquerte, um den Passknacker-Punkt Pillerhöhe noch mitzunehmen.

Pillerhöhe

Von hier ging es zurück nach Imst, um die Straße über das Hahntennjoch zu fahren. Trotz durchgängiger Geschwindigkeitsbeschränkung auf 60 km/h ist auch das Hahntennjoch einfach nur schön zu fahren. Jedes Mal, wenn ich die Zeit finde, hier zu fahren, genieße ich diese Strecke.

Hahntennjochstraße
Hahntennjochstraße
Ausblick an der Passhöhe Hahntennjoch

Praktischerweise ist die Passhöhe auch gleich ein Passknacker-Punkt. Somit „lohnt“ es sich natürlich auch noch, diese Strecke zu fahren.

Vom Hahntennjoch ging es weiter über Pfafflach und Stanzach ins Namlostal – leider wurde der Weg dorthin wieder von einer Baustelle mit einer Zwangspause „gesegnet“…

Baustellenstau

Hier stand ich etwa 20 Minuten, so lange war die Straße aufgrund von Baggerarbeiter komplett gesperrt. Ich nutze die Zeit, wie die anderen Wartenden: Ich genoss die Umgebung.

Es gibt schlimmere Orte für eine 20-minütige Zwangpause

Ich fahre hier ja nun schon einige Jahre regelmäßig entlang, dieses Mal konnte ich jedoch deutliche Spuren der starken Regenfälle der letzten Tage sehen. Kleine Bäche waren zwar wieder kleine Bäche, haben sich jedoch aufgrund der unglaublichen Wassermassen ein deutlich breiteres Bach- bzw. Flussbett gegraben.

Das war mal ein kleines Bächlein…

In Stanzach bog ich auf die Namloser Straße Richtung Bichlbach ab, um das Namlostal zu durchfahren. Zwei Passknacker-Punkte liegen hier, der Namlossattel und Berwang.

Nachweispunkt Namlossattel

Von Bichlbach ging es wieder zurück nach Reutte, um dann weiter Richtung Weißenbach am Lech und Haldensee zu fahren.

Zwischen Weißenbach und Haldensee liegt der Gaichtpass, ein kleiner Pass, sehr schön zu fahren und an der Passhöhe eine schöne Aussicht. Bis 2019 war der Gaichtpass ebenfalls ein Passknacker-Punkt, 2020 ist er jedoch aus der Wertung geflogen. Ein paar Fotos habe ich trotzdem gemacht.

Gaichtpass
Gaichtpass

Vom Gaichtpass aus ging es weiter zu einem noch aktuellen Passknacker-Punkt, Lumberg / Seealpe. Eine Wasserscheide, die auf dem Weg von Haldensee nach Pfronten liegt.

Nachweisbild Lumberg / Seealpe

Ich fuhr jedoch nur bis zu der kleinen Kapelle, die als Nachweis dient, und nicht weiter Richtung Pfronten – ich wollte ja noch die Punkte Jochpass und Jungholz anfahren.

Nachweisbild am Jochpass

Der Jochpass liegt wieder in Deutschland, Jungholz ist jedoch eine Tiroler Exklave und somit nur von Bayern aus über Straßen zu erreichen. Also fuhr ich für ein paar Minuten nochmal „zurück“ nach Österreich.

Nachweispunkt Jungholz
Tiroler Grenzstein in Jungholz

Jungholz war der letzte Passknacker-Punkt des Tages, von hier aus ging es wieder Richtung Heimat. Meine Route führte mich nördlich an Pfronten und Füssen vorbei über Peißenberg und Weilheim nach Wolfratshausen und dann schließlich nach Hause zur heimatlichen Tankstelle.

Ein schöner Motorradtag geht auch mal zu Ende

Nach guten 500 Kilometern ging ein schöner Motorradtag zu Ende – mit durchgängig gutem Wetter. Und zum Schluß waren die vielen Unterbrechungen durch Staus und Baustellen auch vergessen.

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