Mit der Bolt durch Bayern

... und über Bayerns Grenzen hinaus.

Dreckig, Sauber und wieder dreckig

Das ist ein Fahreug und kein Putzzeug!

Ja, ich vertrete durchaus die Ansicht, dass auch ein schönes Motorrad hauptsächlich zum Fahren gebaut wurde. Daher sehe ich überhaupt keinen Sinn in wöchentlichen Putzorgien. Oder gar nach jeder Fahrt! Nein, das ist nichts für mich. Aber irgendwann kommt auch bei mir der Moment, an dem mir der Dreck an der Bolt einfach zuviel wird. Und letztens war wieder so ein Moment. Also fuhr ich Freitag Nachmittag, nachdem ich mich vom Home Office ins Wochenende verabschiedet hatte, schnell zur 5 Kilometer entfernten Tankstelle mit Waschboxen.

Vorher: ziemlich staubig

Wie immer, wenn ich hier bin, konnte ich nicht sofort in eine frei Waschbox fahren – alle waren belegt. Immerhin war ich der erste in der Warteschlange, somit würde die nächste freie Box meine sein. Der Taxifahrer war dann auch der schnellste, der seine Box räumte, somit konnte ich den freigewordenen Waschplatz belegen.

Nachher: Von Dreck und Staub der letzten Fahrten befreit.

Nach zweimaligem Einwurf einer 2-Euro-Münze und einmaligem Einwurf einer 1-Euro-Münze, zwischenzeitlichem Hantieren mit ein paar Mikrofasertüchern war die Bolt wieder in einem akzeptabel sauberem Zustand.

Nur, was sollte ich mit dem angefangenen Nachmittag noch anstellen? Die bessere Hälfte war unterwegs, einfach nur wieder fünf Kilometer gerade aus nach Hause fahren ist auch langweilig. Also entschied ich mich, München Richtung Süden zu verlassen. Raus aus Trudering über Neuperlach und Ottobrunn, vorbei an Höhenkirchen-Siegertsbrunn nach Aying. Ab Aying habe ich mich für kleine und kleinste Straßen entschieden. Das erste kleine Highlight war die Passhöhe Graf Aygo, versteckt im Wald hinter Aying.

Passhöhe Graf Aygo, phänomenale 647,45 Meter Höhe

Ab hier bereute ich meine Entscheidung zu kleinsten Straßen etwas – die führten nämlich durch viel Wald. Und da war die Straße noch von den letzten Regentagen feucht bis nass – somit war die Bolt auch gleich wieder eingesaut. Dreckig, sauber und wieder dreckig.

Blick zurück auf Aying

Es ging weiter nach Kaltenbrunn und Heimatshofen – zwei Orte, die man vermutlich auch nur kennt, wenn man dort wohnt oder zufällig schonmal durchgefahren ist.

Blick Richtung Alpen, kurz vor Kaltenbrunn

Nach diesen beiden kleinen Dörfern ging es weiter durch das noch kleinere Neumünster und schließlich gleich danach durch Münster. Größentechnisch nicht mit der kreisfreien Stadt in Nordrhein-Westfalen zu vergleichen.

Panorama kurz vor Glonn
Die Bolt und bleiben dann doch lieber auf asphaltierten Wegen.

In Glonn zog sich der Himmel immer mehr zu, also beschloss ich langsam wieder nach Hause zu fahren. Auf Regen hatte ich wirklich keine Lust – das hätte den Effekt der Waschbox endgültig zerstört.

Diesmal kein Löwenzahn…
… sondern viel Raps.

War mir letztens noch der viele Löwenzahn aufgefallen, waren es diesmal die Raps-Felder. Gefühlt jedes dritte Feld erstrahlte in sattem Gelb. Durchaus auch schon anzusehen, besonders der Kontrast zum weiß-blauen Himmel.

Nach knapp 90 Minuten und 65 Kilometern kam ich wieder zu Hause an – exakt 10 Minuten, bevor der Regen begann. Den Nachmittag habe ich dann wohl zeitlich perfekt genutzt.

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